IQ Test kostenlos

Kostenlose IQ Tests erfreuen sich einer dauerhaft großen Beliebtheit: Egal ob im Internet, in Publikationen oder in der Psychologie, das Thema ist stets präsent. Kein Wunder: Wir leben in einer Welt, in der man sich zuweilen über seinen IQ definiert - je höher der Wert, desto höher Prestige und Renommee.

Umso wichtiger ist es für zunehmend mehr Menschen, ihren IQ wissenschaftlich korrekt feststellen zu lassen und dabei greift der durchschnittliche Internetnutzer gerne auf einen IQ Test kostenlos ohne Anmeldung zurück. Stellt sich nur die Frage: Was bedeutet eigentlich „wissenschaftlich korrekt“? Wie läuft ein solcher Test ab? Und wer sind die richtigen Ansprechpartner, wenn man einen Intelligenztest absolvieren möchte? Die wichtigsten Informationen dazu erhalten Sie in den folgenden Abschnitten.

Die folgenden Bereiche sind in der Regel Bestandteile von einem IQ Test:

  • Sprache
  • Logik
  • Rechnen
  • Raumvorstellung
  • Merkfähigkeit
  • Beobachtungsgabe
  • Technik
  • Wissen

In einem IQ Test findet man daher häufig IQ Test Aufgaben zu den folgenden Punkten:


Warum einen IQ Test machen?

Intelligenz ist spätestens seit diversen Abendveranstaltungen im TV zur Unterhaltung geworden: Bei Privatsendern und selbst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gab es bereits abendfüllende Veranstaltungen mit diversen mehr oder weniger Prominenten, in denen es um die Ermittlung des IQ der Zuschauer und Gäste ging. Die Sendungen nutzten dafür die Neugier der Zuschauer: Viele Menschen haben sich im Leben schon einmal unter- oder überfordert gefühlt und wüssten einfach gern einmal, wie schlau sie (pseudo)wissenschaftlich betrachtet sind. Aber abgesehen von Neugier - warum sollte man einen IQ-Test eigentlich sonst durchführen?

Die Frage ist relativ leicht zu beantworten: Insbesondere mit Kindern ist es sehr sinnvoll, einen Intelligenztest zu absolvieren. Natürlich halten viele Eltern ihre Kinder für außergewöhnlich in jeder Beziehung - auch im Hinblick auf ihren Intellekt, ihre Fähigkeiten und Potenziale. Richtig gefördert werden können sie aber nur dann, wenn tatsächlich Klarheit über den IQ herrscht. Denn nicht jedes verhaltensauffällige Kind ist automatisch hochbegabt und nicht jedes Kind mit schlechten Noten ist minderbegabt.

Intelligenztests sind in Deutschland mittlerweile standardisiert und wissenschaftlich anerkannt. Sie sind wertfrei, helfen jedoch dabei, die Stärken und Schwächen einer getesteten Person eindeutig zu bestimmen. Besonders hilfreich ist das bei Kindern: Sie können entsprechend des Testergebnisses gezielt gefördert und unterstützt werden und somit ihre Potenziale besser nutzen.

Was misst der Intelligenztest?

Intelligenztests erfreuen sich einer großen Beliebtheit - schließlich möchte jeder gern wissen, wie viel Genie in ihm steckt. Aber was misst ein Intelligenztest eigentlich genau?

Um herauszufinden, was genau ein IQ-Test misst, muss man sich zunächst einmal mit dem Intelligenzbegriff und Intelligenztheorien befassen. Kurz gesagt ist Intelligenz keine Einzelgröße wie z.B. das Gewicht eines Menschen, das durch einen Schritt auf eine Waage ganz einfach gemessen werden kann. Stattdessen handelt es sich bei der Intelligenz um eine Kenngröße, die für eine Bewertung herangezogen wird. Sie ist im weitesten Sinne ein Sammelbegriff für unterschiedliche Fähigkeiten zum Erkennen von Zusammenhängen und Erfinden optimaler Problemlösungen. Demzufolge ist die Messung gar nicht so einfach und eindeutig möglich. Die Wissenschaft hat sich daher auf einige wenige IQ-Testverfahren geeinigt, die die wichtigsten und kulturell bedeutendsten Fähigkeiten abfragen. Diese standardisierten Tests sind z.B. in unterschiedlicher Länge konzipiert - je nachdem, zu welchem Zweck man sie verwendet, fragen sie unterschiedliche Fähigkeiten ab und gewichten die Einzelergebnisse in unterschiedlichem Maße.

Standardisierte IQ-Kurztests beschränken sich im Regelfall auf Aufgaben, die das logisch-analytische und das räumlich visuelle Denken fordern. Beide Intelligenzformen lassen sich relativ leicht testen und symbolisieren das, was wir landläufig unter Intelligenz verstehen. Aber ein hoher IQ hat keineswegs nur etwas mit einem guten räumlichen Vorstellungsvermögen und analytischem Denken zu tun: Umfangreichere Tests wie sie beispielsweise bei Psychologen oder dem Mensa-Verein verwendet werden, testen auch andere Aspekte von Intelligenz, etwa numerische Fähigkeiten oder das Sprachverständnis.

Was genau in einem IQ-Test getestet wird, hängt also zum einen mit dem Test-Ansatz und seiner Länge zusammen. Zum anderen ist der Test-Inhalt auch abhängig vom Test-Zweck: Soll die Intelligenz ganz allgemein untersucht werden, ist der Test relativ ausgewogen - andere Intelligenztests legen z.B. einen Schwerpunkt auf analytische Fähigkeiten. übrigens: Einige Intelligenzformen wie etwa die emotionale Intelligenz lassen sich nicht mit einem klassischen IQ-Test untersuchen. Hier hält die Psychologie spezielle Testverfahren bereit.

Formen von Intelligenztests

Wer sich über Intelligenz und Intelligenztests informieren möchte, findet bereits nach wenigen Minuten Recherche im Internet zahlreiche, oftmals kostenlose Testmöglichkeiten. Aber sind diese wirklich dazu geeignet, den IQ zuverlässig zu ermitteln?

Generell kann man Intelligenztests grob in wissenschaftliche und populärwissenschaftliche IQ-Tests unterscheiden. Während die einen tatsächlich den Anspruch haben, den Intelligenzquotienten bestmöglich zu ermitteln, dienen die anderen eher der Unterhaltung im weitesten Sinne. Wohl am weitesten verbreitet sind die populärwissenschaftlichen IQ-Tests: Sie unterscheiden sich stark hinsichtlich ihrer Aufmachung, Länge, ihres Inhalts und im Hinblick auf ihr Ergebnis. Oftmals sind sie im Internet oder in Zeitschriften zu finden und sollen zwischen 10 und 30 Minuten dauern. Ein Großteil dieser Tests wird kostenlos angeboten. Sie sollten jedoch nicht zu ernst genommen werden - ihre Aussagekraft ist praktisch null. Im besten Fall dienen sie der Unterhaltung und bieten Knobelspaß für Groß und Klein - im schlimmsten Fall verbirgt sich hinter einer solchen Test-Seite ein Virus oder Trojaner oder aber die Betreiber der Seite möchten damit Geld verdienen und verraten Ergebnisse nur gegen Zahlung eines „Unkostenbeitrags“. übrigens: Auch renommierte Test-Anbieter wie zum Beispiel der Mensa-Verein stellen auf ihren Seiten kostenlose IQ-Tests zur Verfügung. Allerdings weisen sie explizit darauf hin, dass es sich dabei ausschließlich um IQ-Tests zur Unterhaltung handelt, die keinerlei wissenschaftlichen Anspruch erheben.

Im Gegensatz dazu stehen die wissenschaftlichen Intelligenztests, die in der Regel unter Aufsicht und Leitung eines Psychologen stattfinden. Sie sind nicht „eben mal kurz“ online zu absolvieren, sondern dauern in der Regel ca. 90 Minuten, sind umfangreich und werden unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten ausgewertet. Ein guter Intelligenztest ist sehr arbeits- und zeitaufwändig, er kostet die Ersteller viel Geld und wird daher in keinem Fall kostenlos im Internet oder einem anderen Medium zu finden sein.

IQ-Test: Testverfahren und ihre Anwendung

Unter den seriösen Intelligenztests unterscheidet man eine Reihe ganz unterschiedlicher Testverfahren. Sie kommen je nach Alter des Prüflings und je nach zugrundeliegender Theorie zum Einsatz. In der Praxis haben sich einige Standardtests durchgesetzt, die gemäß eines 1998 erschienen Gutachtens im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie Anwendung finden.

Für Kinder im Alter zwischen 2 und 7 Jahren wird beispielsweise ein Nonverbaler Intelligenztest empfohlen. Zum einen, weil die Beherrschung von Sprache im Alter von 2 Jahren ggfs. noch nicht besonders gut ausgeprägt ist, zum anderen um falsche Ergebnisse - zum Beispiel bei Kindern von Migranten, die der deutschen Sprache (noch) nicht mächtig sind - zu vermeiden. Ein Beispiel für einen nonverbalen Test stellen Ravens Progressive Matrizen dar.

Der Standard-Intelligenztest für Kinder im Alter von 2,5-12,5 Jahren ist jedoch der Test Kaufman Assessment Battery für Children, kurz K-ABC. Er basiert auf der Theorie der kristallinen und fluiden Intelligenz und besteht aus 16 Untertests, die altersabhängig ausgewählt werden. Eine weiterentwickelte Testversion namens K-TIM zählt zu den heute gängigen Intelligenztests für Jugendliche und Erwachsene im Alter von 11 - 85 Jahren.

Einer der ältesten Intelligenztests für Erwachsene ist der Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene (HAWIE bzw. WIE). Die sogenannte Testbatterie besteht aus 11 Untertests, die sich in einen Verbalteil und einen Handlungsteil unterscheiden. Zu den Aufgabengruppen zählen z.B. Allgemeines Wissen, Wortschatz-Test, Rechnerisches Denken, Bilderordnen und Figurenlegen. Anwendung findet der WIE bei Jugendlichen und Erwachsenen ab 16 Jahren, in abgewandelten Versionen auch schon bei Kindern im Alter von 6 -16 Jahren.

Ebenfalls bei Jugendlichen und Erwachsenen (ab 15 Jahren) findet der Intelligenz-Struktur-Test 2000R (I-S-T 2000R) Anwendung. Dabei handelt es sich um einen mehrdimensionalen Intelligenztest, der in seiner Grundform aus neun Aufgabengebieten wie z.B. Satzergänzung, Analogien oder Zahlenreihen besteht. Erweitert werden kann dieser IQ-Test um einen allgemeinen Wissenstest und Merkaufgaben. Er bietet sich daher zur Berufseignungsdiagnostik ebenso an wie zur Diagnostik klinischer Störungen.

Zu den bekannteren Tests zählen auch BIS-HB und MHBT, beides Tests aus der Begabungs- und Hochbegabungsdiagnostik. Darüber hinaus existiert noch eine Reihe weiterer IQ-Tests, die z.B. in Verbindung mit anderen Testverfahren aussagekräftig sind.

Wer führt IQ-Tests durch?

Intelligenztests, die tatsächlich eine gewisse Aussagekraft haben sollen, sollten ausschließlich von Fachleuten durchgeführt werden. Aber welche Fachleute sind die richtigen Ansprechpartner? Und welche Kosten kommen dabei auf Test-Teilnehmer zu?

Generell zur Durchführung von Intelligenztests geeignet sind Psychologen, Psychiater und Beratungslehrer mit einer Zusatzausbildung in Testdiagnostik. Die Dienste von Psychologen nehmen Eltern vorrangig dann in Anspruch, wenn ihr Kind bereits verhaltensauffällig geworden ist oder psychologische Unterstützung bei der Bewältigung von Stress, Traumata o.ä. benötigt. Psychologen, die eine Kassenzulassung besitzen, können einen Intelligenztest für die Versicherten kostenlos anbieten. Ist die Krankenkassenzulassung nicht vorhanden, wird der Test in der Regel privat mit den Eltern abgerechnet. Hier können Kosten von etwa 250-350 Euro entstehen. Alternativ ist es auch möglich, sich für einen Intelligenztest an eine Klinik oder einen Psychiater zu wenden. In diesem Fall kann der Test ebenfalls über die Krankenkasse abgerechnet werden - allerdings ausschließlich im Rahmen einer (Kurz-) Therapie. Die genannten Optionen stehen selbstverständlich auch Jugendlichen und Erwachsenen offen, die ihren IQ-Wert erfahren möchten. übrigens: Einen anerkannten IQ-Test für auch der Verein Mensa an festen Daten und unterschiedlichen Orten Deutschlands durch. Mit rund 60 Euro halten sich die Kosten dafür in Grenzen. Wer die Schwelle von 130 überschreitet, kann dem Verein beitreten und in den Genuss von besonderen Veranstaltungen kommen.

Wer auf der Suche nach Stellen ist, an denen man einen IQ-Test durchführen lassen kann, sollte sich auch einmal an Erziehungsberatungsstellen freier Träger oder ambulante Beratungsstellen wenden. Besetzt sind die entsprechenden Stellen oftmals mit Psychologen, die einen Intelligenztest kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr durchführen können. Ein weiterer Ansprechpartner ist der schulpsychologische Dienst: Die Testverfahren sind hier bekannt und kostenlos, können allerdings aus Kostengründen nur von einer geringen Anzahl an Kindern in Anspruch genommen werden. Im Regelfall gilt es daher den schulpsychologischen Dienst davon zu überzeugen, dass es bereits Anzeichen für eine Hoch- oder Minderbegabung gegeben hat.

Ein Tipp: Insbesondere beim schulpsychologischen Dienst, Psychiatern und in Kliniken hat sich noch nicht überall herumgesprochen, dass Eltern ein Recht auf Herausgabe des gesamten Gutachtens mitsamt sämtlicher Testwerte haben. Dazu gehört auch, dass ihnen der tatsächliche IQ-Wert ihres Kindes mitgeteilt werden muss. Eltern sollten bei der Auswertung des IQ-Tests unbedingt darauf achten, dass sie alle Informationen schriftlich erhalten.

Ablauf von IQ-Tests

Vor einem IQ-Test gilt es zunächst einmal, einen geeigneten Tester zu finden. Wendet man sich z.B. an einen Psychologen, wird vor dem Test mindestens ein Gespräch stattfinden, in dem geklärt wird, ob und warum überhaupt ein entsprechender Test durchgeführt werden soll. Bei Kindern zählen Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. Aggressivität, Unruhe oder besondere Begabungen zu den Ursachen für einen IQ-Test.

Ein guter Intelligenztest wird im optimalen Fall einzeln durchgeführt. Im Raum anwesend ist in der Regel ein in Testdiagnostik geschulter Betreuer, bei Kindern ggfs. ein Erziehungsberechtigter. Der Test bzw. die Anforderungen wie beispielsweise das Zeitfenster, das zur Bearbeitung zur Verfügung steht, werden vorab erklärt. Der Test selbst kann je nach Verfahren verbal, nonverbal bzw. schriftlich erfolgen. Auch die Dauer variiert je nach Art des Testes: In der Regel ist mit einer Testdauer von mindestens 90 Minuten zu rechnen.

Wer zu einem Intelligenztest erscheint, sollte eher mehr als zu wenig Zeit einplanen: Zum Test selbst kommt ggfs. ein Vorgespräch und/oder ein Nachgespräch bzw. die Auswertung. Das Thema Zeit bei Intelligenztests ist nicht zu unterschätzen: Die Testsituation selbst übt bereits einen gewissen Druck aus. Kommt auch noch Zeitnot hinzu, etwa weil man in letzter Sekunde zum Test erscheint, kann damit das Ergebnis verfälscht werden.

Intelligenztest: Ergebnis und Deutung

Hält man das Ergebnis seines Intelligenztests in den Händen, wird man wohl oftmals deutlich mehr als nur einen IQ-Wert sehen. Im Regelfall handelt es sich beim Ergebnisbogen um eine ausführliche schriftliche Test-Auswertung. Sie beinhaltet meist die Zwischenergebnisse der unterschiedlichen Testbereiche und zeigen damit auf, wo besondere Stärken und ggfs. Schwächen liegen. So ist es durchaus möglich, dass Testpersonen überdurchschnittlich gut bei Zahlenreihen und Analogien abschneiden, dafür aber weniger gut bei Aufgaben, die sprachliche oder räumliche Fähigkeiten testen. Im Endergebnis steht ein Testergebnis, das aber nicht zwingend den IQ-Wert darstellen muss. Je nach Intelligenztest muss das Ergebnis ggfs. in einer Umrechnungstabelle nachgeschlagen werden, um den tatsächlichen IQ-Wert zu erfahren.

Wer nun glaubt, der eigentliche IQ-Wert sei bereits sehr aussagekräftig, der irrt. Das Ergebnis gilt es nun durch einen geschulten Fachmann zu deuten - unter Umständen auch im Rahmen einer Psychotherapie, etwa wenn Verhaltensauffälligkeiten und/oder soziale Probleme vorhanden sind. Generell gilt: Der Intelligenzquotient setzt lediglich die intellektuelle Leistungsvermögen des Getesteten ins Verhältnis zum Leistungsvermögen anderer Menschen derselben Altersgruppe und Sozialisation. Es handelt sich dabei weder um einen absoluten Wert, der zeitlebens so bestehen bleibt, noch um eine Art Gütesiegel, das besonders begabte, wissende Menschen schmückt.